Am 7. und 8. März 2026 fanden in Schwerin die Norddeutschen Meisterschaften der Senioren der Region 6 statt. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten bereits am Freitag an und nutzten bei frühlingshaften Temperaturen die Gelegenheit zu einem ersten gemeinsamen Treffen vor der beeindruckenden Kulisse des Schweriner Schlosses. Am Wochenende selbst stand dann ganz der Sport in den Hallen im Mittelpunkt.
Halle 1 – Altersklassen 40 – 65
AK65
Bei den Damen gingen mit Sabine Dittmer und Gesine Garraway (beide TTG 207) zwei Hamburgerinnen an den Start. Im Einzel lief es für beide nicht optimal, im Doppel sowie im Mixed – Sabine spielte hier mit Bernd Schiller und Gesine mit Michael Walter (SV Vorwärts Wacker) – konnten jedoch jeweils zwei Siege erzielt werden.
In seiner Vorrundengruppe traf Michael Walter auf starke Konkurrenz und musste sich trotz engagierter Leistungen zweimal mit 1:3 geschlagen geben, sodass für ihn das Einzelturnier leider bereits nach der Gruppenphase endete. Auch Lothar Harms (Germania Schnelsen) stand vor einer schwierigen Aufgabe. Gegen gute Gegner konnte er einzelne Sätze offen gestalten und teilweise nur knapp abgeben, musste das Turnier allerdings bereits nach der Vorrunde beenden.
AK60
In der AK60 traten Beate Zeyn und Sabine Weichel vom Niendorfer TSV erstmals in dieser Altersklasse an. Beide spielten ein gutes Turnier, mussten sich jedoch sowohl im Doppel als auch im Mixed jeweils im Halbfinale knapp im fünften Satz geschlagen geben. Im Einzel war das Ziel, die direkte Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften „TT-Finals“ in Erfurt zu erreichen. Auch hier fehlte am Ende das Quäntchen Glück: Beide unterlagen im Halbfinale denkbar knapp im Entscheidungssatz und hoffen nun auf mögliche Nachrückerplätze.
Frank Ehlert (Germania Schnelsen) gewann seine Vorrundengruppe souverän und zog damit sicher in die K.-o.-Runde ein. In der zweiten Runde entwickelte sich ein spannendes Spiel, das erst im fünften Satz entschieden wurde. Hier hatte sein Gegner schließlich knapp die Nase vorn.
Bernd Schiller (TTSG Urania Bramfeld) blieb ebenfalls in der Gruppenphase ungeschlagen. In der K.-o.-Runde bewies er anschließend Nervenstärke und setzte sich zweimal in engen Fünfsatzspielen durch, wodurch er bis ins Halbfinale vorstieß. Dort gab er alles, musste aber nach hart umkämpften vier Sätzen in der Verlängerung nachgeben. Damit sicherte er sich einen hervorragenden dritten Platz.
Für eine Überraschung sorgte Lutz Mocker (TTSG Urania Bramfeld). Auch er gewann zunächst seine Gruppe und überstand anschließend ein nervenaufreibendes Viertelfinale im fünften Satz. Im Halbfinale und Finale zeigte er dann eine äußerst souveräne Leistung und setzte sich jeweils mit 3:0 durch. Damit krönte er sich bei diesem Turnier sensationell mit dem Gewinn des Norddeutschen Meistertitels.
Auch im Doppel lief es für die beiden Urania-Spieler hervorragend. Bernd Schiller und Lutz Mocker arbeiteten sich Runde für Runde erfolgreich durch das Feld und erreichten das Finale. Dort trafen sie auf das Kieler Duo Palmie/Heuck und mussten sich nach einem 1:3 geschlagen geben, konnten sich aber dennoch über einen hervorragenden zweiten Platz freuen.
AK55
Diese Altersklasse war mit Sabine Heger (Oberalster VfW), Jutta Schwarz (Niendorfer TSV) und Ute Heydenreich (Germania Schnelsen) aus Hamburger Sicht gut besetzt. In dem sehr starken Teilnehmerfeld schafften Sabine Heger und Jutta Schwarz den Einzug ins Hauptfeld, mussten dort jedoch im Viertelfinale die Segel streichen.
Bei den Herren gingen hier Alexander Oltmann (Eimsbütteler TV), Thomas Ott und Andreas Raeder (beide Oberalster VfW) an den Start.
Alexander Oltmann bestätigte dabei seine Favoritenrolle eindrucksvoll. Als topgesetzter Spieler zog er mit nur einem abgegebenen Satz souverän ins Finale ein. Dort traf er auf den Berliner Jan Hermann, der an diesem Tag eine sehr beeindruckende Leistung zeigte und sich den Titel sicherte. Mit dem zweiten Platz erreichte Alexander dennoch die Qualifikation für die TT-Finals in Erfurt.
Thomas Ott gewann ebenfalls seine Vorrundengruppe und zog damit in die K.-o.-Phase ein. Im Viertelfinale war dann aber für ihn Schluss.
Für Andreas Raeder verlief das Turnier weniger glücklich. Nach einer 1:2-Bilanz in der Gruppenphase schied er leider bereits früh aus.
AK50
Besonders erfolgreich verlief das Turnier für die Hamburgerinnen in der AK50. Gleich fünf Spielerinnen vom Niendorfer TSV gingen hier an den Start. Sabine Neldner dominierte das Feld und wurde ohne Satzverlust Norddeutsche Meisterin im Einzel. Zusammen mit Sabine Heger (Oberalster VfW) gewann sie zudem das Doppel der kombinierten AK50/55-Konkurrenz. Sandra Opitz erreichte im Einzel einen hervorragenden dritten Platz und qualifizierte sich damit ebenfalls für die Finals in Erfurt. Im Doppel mit Jutta Schwarz kam ein weiterer dritter Platz hinzu.
Nura Jensen bestritt nach längerer verletzungsbedingter Pause ihr erstes Turnier und zeigte eine starke Leistung: In der Gruppe gelang ihr ein Sieg, während sie gegen die spätere Vizemeisterin erst im fünften Satz knapp unterlag. Gitta Decker qualifizierte sich für das Hauptfeld, unterlag dort jedoch in drei engen Sätzen. Ihre Schwester Katja Decker verzichtete krankheitsbedingt auf das Einzel und konzentrierte sich auf Doppel und Mixed – mit großem Erfolg: Gemeinsam mit Horst Geyer (Walddörfer SV) wurde sie Norddeutsche Meisterin im Mixed.
Auch im Einzel lief es für Horst sehr erfolgreich. Nach einem souveränen Gruppensieg und zwei klaren 3:0-Erfolgen erreichte er das Halbfinale. Dort setzte er sich in einem intensiven Match gegen Stephan Köpp aus Berlin durch. Im Finale führte Horst bereits mit 2:1 Sätzen, musste sich am Ende jedoch noch mit 2:3 geschlagen geben und wurde damit Norddeutscher Vizemeister. Sven Ptach (Oberalster VfW) zog als Gruppenzweiter in die K.-o.-Runde ein, für einen weiteren Sieg reichte es dann aber leider nicht.
Nico Schild (Oberalster VfW) spielte eine starke Gruppenphase und zog als Gruppensieger in die Hauptrunde ein. Nach einem klaren 3:0-Erfolg war jedoch im Viertelfinale Endstation.
Im Doppel der AK50/55 waren mehrere Hamburger Paarungen erfolgreich unterwegs. Nico Schild und Sven Ptach erreichten nach einem 3:2-Erfolg das Viertelfinale, mussten dort jedoch ihren Gegnern gratulieren. Andreas Raeder und Thomas Ott präsentierten sich im Doppel stärker als im Einzel und arbeiteten sich bis ins Halbfinale vor. Dort trafen sie auf Alexander Oltmann und Horst Geyer, die sich schließlich durchsetzten. Sie bestätigten anschließend auch im Finale ihre starke Form und sicherten sich mit einem Sieg gegen die Berliner Kombination Stephan Köpp / Jan Hermann den Norddeutschen Meistertitel.
AK45
In der AK45 sammelte Gerrit Thonemann (TTG 207) Erfahrungen auf norddeutscher Ebene. Dabei musste er feststellen, dass der norddeutsche Wind in dieser Konkurrenz durchaus rau wehen kann.
Sehr stark präsentierten sich hingegen die Spieler von Oberalster VfW: Matthias Ebell, Kai-Enno Kleffel und Gerrit Weber gewannen jeweils souverän ihre Vorrundengruppen. Für Matthias Ebell war im Viertelfinale jedoch Schluss, da er gegen seinen Gegner kein passendes Mittel fand.
Kai-Enno Kleffel und Gerrit Weber spielten sich hingegen Runde für Runde weiter nach vorne und trafen schließlich – wie schon bei vielen Turnieren zuvor – im Finale aufeinander. In drei engen Sätzen setzte sich erneut Kai-Enno Kleffel durch und sicherte sich damit erneut den Norddeutschen Meistertitel.

AK40
Ein echtes Ausrufezeichen setzten die Hamburgerinnen in der AK40. Nicola Kölln (Niendorfer TSV), Jasmin Halabi (SC Poppenbüttel) und Nancy Trompelt (TTSG Urania Bramfeld) dominierten die Konkurrenz eindrucksvoll. Nicola Kölln gelang sogar das Triple: Sie gewann das Einzel – nach einem spektakulären Finale gegen Petereit aus Brandenburg – sowie das Doppel gemeinsam mit Jasmin Halabi und das Mixed mit Kai-Enno Kleffel (Oberalster VfW). Jasmin Halabi und Nancy Trompelt erreichten jeweils den dritten Platz im Einzel. Damit qualifizierten sich alle drei Hamburgerinnen für die Finals in Erfurt.
Im Mixed waren unsere Teams auch in diesem Jahr unschlagbar: Jasmin Halabi und Gerrit Weber (Oberalster VfW) mussten sich erst im Finale knapp im fünften Satz geschlagen geben, während Nancy Trompelt und André Hegendorf (Oberalster VfW) den dritten Platz belegten.
Florian Skibbe (TTSG Urania Bramfeld) musste sich trotz durchaus vorhandener Chancen mit einer 1:2-Bilanz in der Gruppenphase aus dem Turnier verabschieden.
David Schulz (SC Poppenbüttel) gewann seine Vorrundengruppe und zog damit sicher in die K.-o.-Runde ein, schied dort jedoch leider in der ersten Runde aus.
Alexander Kellert (SC Poppenbüttel) und Sebastian Stegemann (TH Eilbeck) erreichten beide das Viertelfinale. Alexander gestaltete das Spiel sehr ausgeglichen, schied aber bei einem Endstand von 2:3 aus. Sebastian Stegemann unterlag deutlich mit 0:3 dem späteren Halbfinalisten Michael Zibell (Oberalster VfW). Michael Zibell selbst spielte im Halbfinale ein hochintensives Match, in dem er äußerst unglücklich mit 2:3 ausschied – besonders bitter, da die Sätze vier und fünf erst in der Verlängerung entschieden wurden. Ebenfalls das Halbfinale erreichte André Hegendorf (Oberalster VfW), dessen Spiel jedoch phasenweise wechselhaft verlief und schließlich zugunsten seines Gegners endete.
Eine große Stärke zeigten die Hamburger Doppelpaarungen. Alexander Kellert und David Schulz sowie Matthias Ebell mit Alexander Kellert erreichten jeweils das Viertelfinale, mussten dort jedoch ihren Gegnern gratulieren. Gerrit Thonemann überstand mit seinem Partner zwar die erste Runde nicht, konnte aber immerhin einen Satzgewinn verbuchen. Sehr erfolgreich verlief das Turnier dagegen für Kai-Enno Kleffel und Gerrit Weber. Das Duo spielte sich bis ins Finale vor und traf dort auf André Hegendorf und Michael Zibell. In einem äußerst spannenden Endspiel setzten sich Kai Enno und Gerrit schließlich mit 3:2 durch und sicherten sich damit den Norddeutschen Meistertitel.
Halle 2 – Altersklassen 70+
AK85 / AK80
Helmut Wolter (TTG 207) erreichte in der AK85 nach der Vorrunde als Gruppenzweiter die K.-o.-Phase. Im Halbfinale lieferte er sich ein äußerst enges Spiel mit dem späteren Sieger Siegfried Mönke, musste sich jedoch denkbar knapp mit 2:3 geschlagen geben – der fünfte Satz ging mit 10:12 verloren.
Für Friedrich Kairies (Hamburger SV) verlief das Turnier ähnlich: Auch er wurde Zweiter seiner Vorrundengruppe und traf im Viertelfinale der AK80 auf den langjährigen Seriensieger Zlatko Volk aus Berlin. Gegen den erfahrenen Berliner war an diesem Tag jedoch Endstation.

AK75
Sehr erfolgreich verlief das Turnier für die Hamburger Starter in dieser Altersklasse.
Bei den Damen 75 spielte sich Vera Meyer (TTC Neuenfelde) bis ins Finale vor und wurde Norddeutsche Vizemeisterin. Gegen Marianne Kerwat verlor sie zwar mit 0:3, hielt das Spiel jedoch insbesondere im dritten Satz lange offen, der erst mit 16:18 entschieden wurde.
Bei den Herren 75 dominierten die beiden Hamburger Rainer Knappek (SG Lokstedt/Stellingen) und Heinz-Peter Louis (Oberalster VfW) das Feld. Beide gewannen ihre Vorrundengruppen souverän und setzten sich anschließend auch im Halbfinale gegen starke Berliner Gegner durch. Im Finale bestätigte Heinz-Peter Louis schließlich mit einem klaren 3:0-Erfolg über Rainer Knappek das Ergebnis der Hamburger Meisterschaften.
Auch im Doppel waren die beiden gemeinsam erfolgreich: Im Endspiel setzten sie sich deutlich mit 3:0 (11:6, 11:4, 11:3) gegen das Überraschungsdoppel Mauermann/Radloff aus Mecklenburg-Vorpommern durch und sicherten sich damit den Norddeutschen Meistertitel. Das Duo aus Mecklenburg-Vorpommern hatte zuvor im Viertelfinale das favorisierte Doppel Dieter Jürgens/Michi Pagel ausgeschaltet und sich im Halbfinale knapp gegen die Hamburg/Berliner Mischung Bernd Bültemeier / Wolf-Dieter Mechler durchgesetzt.
AK70
Bei den Damen 70 trafen Angelika Brügmann (TTSG Urania Bramfeld) und Annegret Gerdau (TTC Neuenfelde) auf gute Konkurrenz, allen voran die spätere dreifache Siegerin Carmen Petry aus Schleswig-Holstein.
Angelika Brügmann wurde nach einem knappen 2:3 gegen Petry Zweite ihrer Gruppe und traf im Halbfinale auf ihre Hamburger Mitspielerin Annegret Gerdau. Dieses verbandsinterne Duell entschied Annegret knapp mit 3:2 für sich. Im Finale gegen Carmen Petry hielt Annegret Gerdau die Sätze lange offen, unterlag jedoch schließlich mit 0:3 (9:11, 9:11, 13:15) und wurde damit Norddeutsche Vizemeisterin.
Bei den Herren 70 starteten die Hamburger Spieler zunächst sehr erfolgreich in das Turnier: Bernd Bültemeier (Oberalster VfW), Wolfgang Fründt (SG TTC GWR/TuS Osdorf) und Michi Pagel (Oberalster VfW) gewannen jeweils ihre Vorrundengruppen ohne Niederlage.
In der K.-o.-Phase wurde es deutlich schwieriger. Bernd Bültemeier setzte sich im Viertelfinale nach hartem Kampf mit 3:2 gegen Peter Schulze aus Brandenburg durch. Wolfgang Fründt kämpfte sich gegen den Berliner Meister Lothar Jedamski nach einem 0:2-Satzrückstand zurück, musste sich am Ende jedoch unglücklich mit 10:12 im fünften Satz geschlagen geben. Michi Pagel unterlag im Viertelfinale Holger Radloff aus Mecklenburg-Vorpommern.
Im Halbfinale kam es schließlich zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales zwischen Bernd Bültemeier und Dieter Jürgens aus Kiel. Dieses Mal ließ Jürgens jedoch nichts anbrennen und gewann klar mit 3:0. Auch im anschließenden Finale dominierte er deutlich und sicherte sich souverän den Titel.
Im Mixed der Altersklassen 70/75 erreichten Vera Meyer und Heinz-Peter Louis ebenfalls das Finale, mussten dort Carmen Petry und Dieter Jürgens zum Titel gratulieren. Annegret Gerdau und Wolfgang Fründt unterlagen diesem Duo bereits im Halbfinale, während Angelika Brügmann und Rainer Knappek im Viertelfinale ausschieden.
Der Hamburger Tisch-Tennis-Verband gratuliert allen unseren Starterinnen und Startern und besonders den neuen Norddeutschen Meisterinnen und Meistern sowie den Platzierten zu ihren Leistungen und Titeln. Wir sind stolz auf euch!
Unsere Starterinnen und Starter kommen jedes Jahr gerne zu den traditionellen Turnier, kämpfen um die begehrten Plätze für die Deutschen Meisterschaften und freuen sich aber auch über das Treffen mit vielen Bekannten.
Wir bedanken uns beim ausrichtenden TTVMV sowie beim ausrichtenden Schweriner Verein mit seinen zahlreichen Helferinnen und Helfern.
Wir hoffen, dass viele Platzierte noch Verfügungs- bzw. Nachrückerplätze für die TT-Finals, die am ersten Juni-Wochenende in Erfurt ausgetragen werden, erhalten, und wünschen dort allen Starterinnen und Startern viel Erfolg.
Bericht
Co-Produktion: Sabine Weichel, Bernd Bültemeier, Antje Krüger und Chat GPT








