Bei den diesjährigen Deutschlandpokal-Wettbewerben präsentierte sich der Hamburger Tischtennis-Nachwuchs mit zum Teil sehr guten Leistungen und Perspektive. Während die Altersklasse Jugend 15 in Hofheim (südwestlich von Frankfurt) antrat, reiste die Jugend 13 nach Saarbrücken – dort allerdings mit erschwerten Bedingungen durch erhebliche Zugverspätungen auf Hin- und Rückweg.
Mädchen 15
Für Hamburg gingen Fiona Enger (TTC Neuenfelde), Ha My Cao (SC Poppenbüttel) und Lina Dahlke (Eimsbütteler TV) an den Start. Im B-Pool überzeugte das Team mit einer makellosen Vorrunde und Siegen gegen Sachsen (4:0), Brandenburg (4:1) sowie Schleswig-Holstein (4:3).
In der Zwischenrunde mussten sich die Hamburgerinnen Rheinland/Rheinhessen geschlagen geben, zeigten aber in den anschließenden Platzierungsspielen weiterhin gute Leistungen. Ein erneuter Sieg gegen Sachsen (4:2) sowie ein knappes 3:4 gegen Schleswig-Holstein führten schließlich zum 10. Platz.
Jungen 15
Mit Jeffrey Wei, Felix Vietze (beide TuS Germania Schnelsen), Ole Nagel (Eimsbütteler TV) und Matteo Döhler (TTG 207) trat ein vielversprechendes Team im A-Pool an. Trotz zweier knapper Niederlagen gegen die starken Verbände aus Niedersachsen und Baden-Württemberg gelang mit einem 4:2-Erfolg gegen Sachsen noch der wichtige Sieg zum Abschluss der Vorrunde. Dank des besseren Spielverhältnisses erreichte Hamburg überraschend Platz 2 in der Gruppe und qualifizierte sich direkt für die Top 8 – ohne den Umweg über die Zwischenrunde.
Im Viertelfinale gegen den WTTV zeigte das Team große Moral: Nach einer 3:1-Führung fehlte trotz Matchbällen nur ein Punkt zum Einzug in die Top 4 – Endstand 3:4. In den weiteren Spielen bewiesen die Jungen ihre Qualität, unter anderem mit einem überzeugenden 4:1 gegen Baden-Württemberg. Am Ende stand ein sehr guter 6. Platz – verbunden mit einem zusätzlichen Startplatz für die Bundesrangliste im Herbst.
Mädchen 13
Lucila Reiß (SG WTB 61/Eilbeck), Freyja Winckler (TTG HH Nord), Emily Radke (Meiendorfer SV) und Lina Weidmann (TuS Finkenwerder) starteten im B-Pool in einer Dreiergruppe. Gegen die Pfalz (2:4) und Sachsen (1:4) reichte es allerdings nicht für ein Weiterkommen.
Auch in der Trostrunde mussten sich die Hamburgerinnen dem Saarland und Thüringen jeweils mit 1:4 geschlagen geben. Trotz der begrenzten Anzahl an Spielen konnte das Team positive Erfahrungen sammeln und erste einzelne Siege im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Besonders erfreulich: Drei der vier Spielerinnen können auch im kommenden Jahr noch in dieser Altersklasse antreten.
Jungen 13
Mit Lars Hermes, Milo Born, Bendix Baumann (alle TSV Sasel) und Poyraz Zeybek (TV Fischbek) ging Hamburg auch hier im A-Pool an den Start. Gegen die Top-Verbände WTTV und Bayern zeigte das Team gute Ansätze, musste sich jedoch geschlagen geben. Im letzten Gruppenspiel gegen Baden-Württemberg bewiesen die Jungen Nervenstärke und gewannen gleich vier Fünfsatzspiele – Endstand 4:1. Mit einem weiteren 4:1 gegen Rheinland/Rheinhessen in der Zwischenrunde sicherten sie sich die Qualifikation für die obere Tabellenhälfte. Im Viertelfinale gegen Berlin lieferten sie einen packenden Kampf, unterlagen jedoch am späten Abend knapp mit 3:4. Am Sonntagmorgen folgte mit erneut vier nervenstarken gewonnenen Fünfsatzspielen gegen Sachsen-Anhalt ein 4:1-Erfolg, bevor das Team das Turnier mit einer Niederlage beendete. Besonders hervorzuheben: Ole Nagel, eigentlich noch Jugend 13, kam bereits in der Jugend 15 zum Einsatz. Umso höher ist der 6. Platz der Jugend 13 ohne ihn zu bewerten.
Gesamtfazit
Die Hamburger Jungen-Teams in beiden Altersklassen haben gezeigt, dass sie zu den etablierten Landesverbänden aufschließen können. Besonders in der Jugend 15 steckt viel Zukunftspotenzial, da alle Spieler noch jüngeren Jahrgängen angehören und aus der Jugend 13 Talente nachkommen.
Die Mädchenmannschaften sammelten wertvolle Wettkampferfahrung auf nationaler Ebene. Gleichzeitig wurde deutlich, dass in diesem Bereich noch weiteres Entwicklungspotenzial besteht – eine Herausforderung, der sich der Verband mit Blick auf die kommenden Jahre gezielt widmen möchte.
Vielen Dank an die Betreuer, die mit den Jugendlichen unterwegs waren: Stefan Meder (Mädchen 15), Sebastian Becker (Jugend 15), Blanca Gomez (Mädchen 13) und Pascal Köhler (Jugend 13)
Bericht Antje Krüger

