Sechs junge Tischtennistalente aus Hamburg – vier Jungen und zwei Mädchen – haben am vergangenen Wochenende an der ersten Stufe der Sichtung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) teilgenommen. Die Sichtung richtete sich an die Jahrgänge 2015 und jünger aus der Nord-Region mit Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Dabei stellte Hamburg in der Summe das jüngste Team.
Leon Bohan Guo und Sophie Wildner (beide 2017 – SV GW Harburg)
Julian Huang und Ben Zhou (beide 2016 – SC Poppenbüttel)
Claire Koltermann (2016 – TV Fischbek)
Henry Levenhagen (2016 – TTG 207)
Von Donnerstagabend bis Sonntagmittag erwartete die Nachwuchsathletinnen und -athleten ein intensives Programm. Bis zu drei Trainingseinheiten pro Tag standen auf dem Plan. Ein besonderes Erlebnis waren dabei mehrere Einheiten unter der Leitung von Bundestrainer Dirk Wagner. Die Gelegenheit, direkt unter den Augen des Bundestrainers zu trainieren und neue Impulse mitzunehmen, war für die jungen Hamburger eine wertvolle Erfahrung.
Neben den Trainingseinheiten standen verschiedene Tests auf dem Programm, bei denen unterschiedliche Fähigkeiten der Kinder überprüft wurden. In insgesamt drei Prüfungen ging es unter anderem um Schnelligkeit, Athletik und Ballgefühl. Beim Seilspringen mussten die Nachwuchstalente innerhalb einer Minute möglichst viele Wiederholungen schaffen. In einem weiteren Test wurden per Sidesteps Bälle von Tisch zu Tisch transportiert. Darüber hinaus kam das Modul „spinsight“ zum Einsatz: Hier wurde der Unterschnitt beim Aufschlag gemessen und damit das Ballgefühl getestet.
Natürlich durfte auch der direkte sportliche Vergleich am Tisch nicht fehlen. Bei den Jungen gingen insgesamt 24 Spieler an den Start. Hier konnten Leon, Julian und Ben trotz jüngerer Jahrgänge in der vorderen Hälfte Ausrufezeichen setzen. Alle drei waren im Jahrgang 2016 und jünger ganz vorne (Leon 2., Julian 3., Ben 5.).
Bei den Mädchen nahmen insgesamt 16 Spielerinnen teil. Hier wurde das Turnier im Modus „Jede gegen jede“ ausgetragen. Claire und Sophie landeten hier im Mittelfeld, haben aber gezeigt, dass in ihnen viel Potential steckt. Nur auf ihre Jahrgänge bezogen landeten sie im oberen Drittel.
Für die sechs Hamburger Talente waren die vier Tage bei der DTTB-Sichtung eine intensive und wertvolle Erfahrung. Im Mittelpunkt standen die zahlreichen Trainingseinheiten, Tests und Wettkämpfe sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Talenten zu messen und neue Impulse mitzunehmen. Gleichzeitig war es für die Kinder etwas Besonderes, vier Tage gemeinsam in einer Sportschule zu verbringen und sich auch abseits der Tische kennenzulernen.
Begleitet wurde die Hamburger Delegation von Pascal Köhler, der in den Trainingseinheiten unterstützte und die Sichtung auch zum fachlichen Austausch mit dem Bundestrainer und den anderen Trainerinnen und Trainern nutzte. Er berichtete:
„Alle haben Hamburg positiv vertreten. Insbesondere die Jungs haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen und wir warten gespannt auf die Entscheidung, wer den Sprung in die 2. Stufe schafft. Nach den Sichtungen in den anderen Regionen, wird dies Mitte/Ende Oktober entschieden.“
Bericht Antje Krüger

