Hamburger Meisterschaften 2026

Was war das für eine Hamburger Meisterschaft…

Zwei Tage lang boten die Hamburger Meisterschaften 2026 Tischtennis auf höchstem Niveau:
unglaublich viele packende Matches, beeindruckende kämpferische Leistungen, zahlreiche erfolgreiche Jugendspieler/-innen sowie einige durchaus überraschende Ergebnisse sorgten für Begeisterung.

Die neuen Hamburger Meistertitel im Einzel der Erwachsenen sicherten sich erstmals Lena Krüger (SV Grün-Weiß Harburg) bei den Damen und Patrick Khazaeli (SC Poppenbüttel) bei den Herren. Beide setzten sich beim Saisonhöhepunkt im Erwachsenenbereich durch und trugen sich damit erstmals in die Ehrentafel der Hamburger Meister ein. Herzlichen Glückwunsch zu diesen herausragenden Leistungen!

In den Doppelkonkurrenzen der Erwachsenen konnten nach zwei anstrengenden Turniertagen Jia Yuan Zhang und Patrick Khazaeli bei den Herren sowie Annika Friese und Lena Krüger bei den Damen den Titel erringen. Im Mixed bewiesen Jennifer Bienert und Kai Enno Kleffel einmal mehr ihre außergewöhnliche Harmonie: Mit einer eindrucksvollen Titelverteidigung ohne Satzverlust sicherten sie sich bereits zum dritten Mal in Folge den Hamburger Meistertitel.

Auch wenn am Ende bekannte Namen ganz oben auf dem Podest standen, mangelte es im Turnierverlauf keineswegs an Überraschungen. Allen voran das frühe Ausscheiden von Rekordmeister Kai Enno Kleffel (Oberalster VfW) sorgte für Aufsehen. Bereits in der Gruppenphase unterlag er in einem spannenden Match knapp Pascal Köhler (GW Harburg) und musste sich dann in der ersten K.-o.-Runde David Altenkamp (Walddörfer SV) geschlagen geben. Ebenfalls bemerkenswert war der Erfolg von Hendrik Paul (TH Eilbeck), der am Sonntagmorgen den an Position drei gesetzten Max Westphal aus dem Turnier warf.

Ein herausragendes Wochenende zeigten insbesondere zahlreiche Nachwuchsspielerinnen und -spieler. Bei den Damen sorgte Ela Neupauerová (TuS Finkenwerder) für eine der größten Überraschungen des Turniers. Mit Siegen über Annika Friese im Viertelfinale und Sabine Neldner (Niendorfer TSV) spielte sie sich sensationell bis ins Finale vor und sicherte sich am Ende einen starken zweiten Platz.

Lena Krüger, als Topgesetzte ins Turnier gestartet, überzeugte mit großer Nervenstärke. Im Halbfinale setzte sie sich eindrucksvoll gegen die mehrfache Hamburger Meisterin Jennifer Bienert (TTSG Urania Bramfeld) durch. Das Finale zwischen den beiden Trainingspartnerinnen bot hochklassige Ballwechsel.

Bei den Herren sorgten insbesondere zwei Jugendliche vom TuS Germania Schnelsen für Furore. Der erst 13-jährige Jeffrey Wei brauchte zwar zunächst etwas Eingewöhnungszeit an das Spiel über vier Gewinnsätze, zeigte dann aber eindrucksvoll seine enorme Entwicklung der vergangenen Monate. Mit Siegen über David Schulz, Harun Bozanoglu und Pascal Köhler zog er überraschend ins Halbfinale ein, wo er sich in einem hochklassigen Match Patrick Khazaeli mit 2:4 geschlagen geben musste.
Jia Yuan Zhang erreichte mit zwei 4:2-Erfolgen über André Hegendorf und Gerrit Weber ebenfalls das Halbfinale. Dort lieferte er sich mit Michael Zibell (Oberalster VfW) ein spektakuläres Duell, das erst im Entscheidungssatz zugunsten von Zibell entschieden wurde.

Das wohl packendste Match der Hamburger Meisterschaften 2026 fand am Sonntagabend im Herren-Einzelfinale statt. Michael Zibell ging gegen Patrick Khazaeli zunächst mit 3:1 in Führung, beiden Spielern war die enorme Belastung der vergangenen zwei Tage deutlich anzumerken. Doch vor einer gut gefüllten Zuschauertribüne zeigten beide noch einmal puren Kampfgeist und hochklassige Ballwechsel. Patrick Khazaeli gelang schließlich das Comeback und nach voller Distanz der Titelgewinn.

 

Im Mixed sorgte das frühe Ausscheiden des mitfavorisierten Duos Neldner/Khazaeli für Überraschung. Susanne Sindermann und Markus Hönig brachten mit ihrem unangenehmen Materialspiel zusätzliche Abwechslung ins Halbfinale. Dennoch konnten sich Annika Friese und Jan-Ole Penderak mit einem klaren 3:0-Erfolg gegen sie für das Finale qualifizieren. Dort warteten jedoch die Titelverteidiger Jennifer Bienert und Kai Enno Kleffel, die sich bereits im Halbfinale souverän gegen Lena Krüger und Pascal Köhler durchgesetzt hatten und auch im Endspiel nichts anbrennen ließen – inklusive eines etwas hinausgezögerten, aber umso schöneren Siegpunktes für die Insta-Story. 😉

In der Damen-Doppelkonkurrenz gab es auf dem Siegerpodest zwar wenig Überraschungen, doch der Weg dorthin war für einige Paarungen alles andere als einfach. Sabine Neldner und Nicola Kölln zogen mit einem 3:1-Erfolg über Venus Nuri und Helen Wei ins Finale ein. Annika Friese und Lena Krüger mussten gegen Susanne Sindermann und Ela Neupauerová über die volle Distanz gehen. Im Generationen-Doppel-Finale setzten sich schließlich erneut die Hamburger Meisterinnen der Mädchen 19 durch und verteidigten erfolgreich ihren Titel aus dem Vorjahr.

Im Herren-Doppel überraschten Romeo Beecken und Jonathan Dietrich mit dem Einzug ins Halbfinale, unterlagen dort jedoch Patrick Khazaeli und Jia Yuan Zhang. Im zweiten Halbfinale kam es zum vereinsinternen Duell des Oberalster VfW, in dem sich Gerrit Weber und Kai Enno Kleffel gegen Michael Zibell und André Hegendorf durchsetzten. Das Finale dominierten schließlich Khazaeli/Zhang, die sich ebenfalls über eine erfolgreiche Titelverteidigung freuen durften.

Wir gratulieren allen Hamburger Meisterinnen und Meistern sowie allen Platzierten herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen.

 

Bereits am 07. und 08. Februar stehen in Berlin die Norddeutschen Meisterschaften an. Wir hoffen, dass der HaTTV durch den Zuspruch einiger Verfügungsplätze erneut mit einer großen und starken Hamburger Delegation antreten kann.

Ein großer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieser Hamburger Meisterschaften beigetragen haben. Besonders hervorzuheben sind die Turnierleitung, die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie der Sportausschuss und die Geschäftsstelle, die einmal mehr für einen reibungslosen und professionellen Ablauf sorgten.

Bericht Antje Krüger

Ergebnisse