HaTTV bestätigt starkes Vorjahresergebnis beim 40. Schiedsrichtervergleichswettkampf des Nordens

Ein rundes Jubiläum, hochsommerliche Temperaturen und ein sportlich erfolgreicher Auftritt des HaTTV: Der 40. Schiedsrichtervergleichswettkampf des Nordens in Münster bot einmal mehr alles, was diese traditionsreiche Veranstaltung seit vier Jahrzehnten auszeichnet. Vom 19. bis 21. Juni 2026 trafen sich die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter der norddeutschen Landesverbände sowie die Gastgeber des WTTV zur Jubiläumsausgabe des Vergleichswettkampfs. Schon beim gemeinsamen Auftakt am Freitagabend wurde deutlich, dass diese Veranstaltung weit mehr ist als ein sportlicher Wettstreit. Alte Bekannte wiedersehen, neue Kontakte knüpfen und gemeinsam auf die vergangene Saison zurückblicken – genau diese Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und kameradschaftlichem Miteinander macht den besonderen Reiz des Schiedsrichtervergleichswettkampfs aus.

Mit zwei Mannschaften ging der HaTTV in Münster an den Start. Für HaTTV I spielten Daniel Musielak, Alexander Zappe, Stefan Gatzemeier und Roman Diewald. HaTTV II wurde von Hannsjörg Horneber, Joachim Gerull, Wolfgang Dreier, Sina von Borstel und Kerstin Kunath vertreten.

Team Hamburg 1

Team Hamburg 2

Am Samstag rückte schließlich der sportliche Wettkampf in den Mittelpunkt. In den Vorrundengruppen kämpften die Mannschaften um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Endrunde – und die Hamburger erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen, indem sie nahtlos an die Leistungen der Vorjahre anknüpften. HaTTV I erreichte einen starken 4. Platz und verpasste das Siegerpodest nur denkbar knapp. HaTTV II komplettierte das gute Gesamtergebnis mit einem 9. Platz, fernab der berüchtigten „roten Laterne“. Damit bestätigten die Hamburger Schiedsrichter eindrucksvoll das sportliche Niveau des Vorjahres.

Für eine zusätzliche Herausforderung sorgte allerdings nicht nur die Konkurrenz, sondern auch das Wetter. Münster präsentierte sich von seiner sonnigsten Seite und bescherte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hochsommerliche Temperaturen. Um die Belastung für alle in einem vertretbaren Rahmen zu halten und den Zeitplan nicht zu sprengen, entschied sich die Turnierleitung, die Spiele der Endrunde kurzfristig auf zwei statt drei Gewinnsätze zu verkürzen – eine vernünftige Entscheidung, die von allen Beteiligten mitgetragen wurde.

Für den besonderen Einsatzwillen der Hamburger Schiedsrichter sorgte schließlich Malte Kamph. Trotz seiner verspäteten Anreise wollte er den Vergleichswettkampf nicht nur außerhalb der Spielbox verfolgen und unterstützte die HaTTV-II-Mannschaft kurzerhand noch in einem Doppel. Die Anreise hatte sich damit für ihn auch aus sportlicher Sicht doch noch gelohnt, auch wenn das Spiel selbst verloren ging.

Nach dem letzten Ballwechsel war das Wochenende noch lange nicht beendet. Bei der gemeinsamen Abendveranstaltung mit Siegerehrung wurden nicht nur Pokale überreicht, sondern vor allem viele Gespräche geführt, Erinnerungen ausgetauscht und neue Geschichten geschrieben. Eine hochinteressante Stadtführung in einem Bus durch die Stadt und das Münsterland bildete am Sonntag den gelungenen Abschluss eines rundum gelungenen Wochenendes.

Ein großes Dankeschön gilt dem Organisationsteam des WTTV, das mit viel Engagement ein rundum gelungenes Jubiläumswochenende auf die Beine gestellt hat. Die 40. Auflage zeigte einmal mehr, warum der Schiedsrichtervergleichswettkampf seit Jahrzehnten einen festen Platz im Kalender vieler Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter hat: Sportlicher Ehrgeiz gehört dazu, doch mindestens genauso wichtig sind die Freundschaften und der Austausch über die Verbandsgrenzen hinweg.

Viel Zeit zum Nachklingen bleibt allerdings nicht, denn die Vorfreude auf die nächste Auflage ist bereits groß. Vom 18. bis 20. Juni 2027 übernimmt der TTV Brandenburg die Ausrichtung des 41. Schiedsrichtervergleichswettkampfs in Stahnsdorf. Wenn dort wieder um jeden Satz gekämpft, viel gelacht und alte Freundschaften gepflegt werden, dürfte eines schon heute feststehen: Die Hamburger Delegation wird sich diesen Termin ganz sicher nicht entgehen lassen!

Bericht Joachim Gerull